Tauchen in der Ostsee

Generell kann man das ganze Jahr über in der Ostsee tauchen. Auch die Tauchspots um Fehmarn sind ganzjährig bequem zu erreichen.

Die schönste Tauchzeit ist ab etwa Mai bis Oktober, wobei sich diese Zeiten zu verschieben scheinen. Eine Wassertemperatur von etwa 14 Grad sollte schon erreicht werden - nicht nur damit man nicht so schnell friert, sondern, damit man im Wasser auch etwas sieht. Ist es kälter stellen auch die Fische ihre Aktivitäten ein und man sieht nicht mehr so viel.

Die normalen Algen verderben einem mitunter die Sichtweiten Unterwasser, so sind im Sommer um die 5 m die Regel; im Frühjahr und Herbst können es dann schon mal gute 10 m sein. ... Es sei denn man taucht vor Wallnau. Überraschenderweise bieten sich hier einem Sichtweiten um die 10 bis 15 m im Sommer. Und manchmal sogar tropische 20 m. Das Wasser ist hier meist super klar - sogar bei Welle. Wir haben überlegt woran das liegen könnte. Und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es zum Einen an der Küste liegen könnte. Es werden an der Westküste Fehmarns keine Abwässer oder ähnliches eingeleitet. Hinzu kommt noch die relativ große Wassermenge die vor der Küste steht. Das nächste Land ist tatsächlich Dänemark (Festland) bzw. Flensburg. So dass das Wasser gut "gereinigt" wird.

Allgemein ist die Ostsee Unterwasser bis 10 m am schönsten anzusehen. Bis hierhin dringt das Sonnenlicht vor und ermöglicht so einer Vielzahl von Lebewesen die Existenz. In größeren Tiefen wird es oft langweilig, dunkel und kalt. Es sei denn man findet ein Wrack....

 

 

 

Tauchplätze auf Fehmarn

 

 

 

 

Gerade auf Fehmarn lohnt es sich vor dem Tauchen nach der Windrichtung zu sehen. Denn es gilt: Tauchen kann man immer, Frage ist nur wo. Steht der Wind genau auf den geplanten Tauchplatz, kann es schnell ganz schön schaukelig und trübe unter Wasser werden. Besser man fährt dann einen anderen Tauchplatz an. Dementsprechend empfiehlt sich die Ostküste bei Westwind und die Westküste bei Ostwind. Da der Wind jedoch selten gerade auf die Küste auftrifft, ist immer ein wenig Fingerspitzengefühl (oder aber genaue Ortskenntnisse) gefragt. Seid ihr euch nicht sicher, ruft doch einfach an. Ich helfe gerne weiter.

 

Zu den Tauchplätzen der Ostküste

 

Die Tauchplätze an der Ostküste sind schöne Tauchplätze, vielleicht die schönsten Deutschlands. Je nach Tauchgangsdauer können vom Ufer aus Tauchtiefen bis 10 m erreicht werden. Der Grund ist mit bewachsenen Findlingen bedeckt, an denen sich reichlich Unterwasser-Flora und -Fauna tummelt. Besonders häufig sind u. a. die Seenadeln in Seegraswiesennähe, Krabben (eigentlich überall zu finden), Klippenbarsche, Stichlinge, Aalmuttern, Butterfische, Schwimmgrundeln, Fleckengrundeln, Sandgarnelen, Ostseegarnele, Seesterne. Mit etwas Glück kann man auch Seeskorpione oder auch mal einen Plattfisch entdecken. Der Dorsch macht sich im Sommer rar - ihm ist es zu warm im Flachwasser.

Die großen Steine sind mit Miesmuscheln bewachsen, die wiederum mit Seepocken bewachsen sein können. Dazwischen wachsen Schwämme und verschiedene Algen- und Tang-Arten.

Auch Quallen sind Unterwasser superschön anzusehen, hier insbesondere die Ohrenqualle und die Seestachelbeere. Ab Hochsommer muss auch mit den Nesselquallen (Feuerquallen) gerechnet werden. Diese sind beim Kontakt unangenehm (Brandsalbe kann nach Kontakt mit den Nesselfäden helfen). Die größten Exemplare erreichen eine Größe von 1 m!

Die Tauchplätze an der Ostküste sind bei jedem Wetter schön, nur nicht bei Ostwind. Wobei direkter Ostwind am schlechtesten ist, Nordost auch nicht wirklich schön und Südost schon fast erträglich ist. Es kommt natürlich auch auf die Windstärke an, ab 4 - 5 bft. sollte man sich den Tauchplatz immer vorher ansehen und Vorort entscheiden, ob die Tauchbedingungen den Erwartungen entsprechen.

 

 

II. Die Westküste

Das Tauchen an der Westküste ist ein bisschen anders als an der Ostküste. Das Wasser ist generell flacher, die Sicht ist meist besser. Bedingt durch die Lage zwischen Belt und Sund gibt es aber auch mehr Strömung. Die ist nun aber nicht so stark, dass man sich sorgen müsste (außer an manchen Tagen, ist halt ein offenes Gewässer). Der Grund ist sandig und mit Gräben durchzogen. An geschützten Stellen bilden sich richtige "Chelp"-Wälder, die in der Ostsee natürlich aus Blasentang, Sägetang oder Zuckertang bestehen. Trotzdem beeindruckend anzusehen. Durch den sandigen Grund findet man hier auch öfter Plattfische, Seeskorpione und Einsiedlerkrebse. Die bewachsenen Steine sind hier nicht so häufig, daher beherbergen sie aber umso mehr Leben.

Die Wassertiefe liegt an der Westküste im Schnitt bei 4 - 5 m. Wer tiefer tauchen möchte, muss schon ganz schön paddeln. Aber Vorsicht weiter draußen wird die Strömung meist auch heftig oder kommt aus einer anderen Richtung. Normalerweise sollte man hier bei Westwind nicht unbedingt Tauchen gehen, ich habe aber hier schon einige Tauchgänge bei Westwind gemacht und sie waren nicht schlecht. Aber man sollte Erfahrung haben, wie man sich bei Brandung verhält. Und bevor man ins Wasser geht einmal nachschauen, wie klar das Wasser ist (sieht man in der sich brechenden Welle...)

 

III. Die Südküste

 

Wer an der Südküste tauchen möchte, kann sich gleich zwei Vorteile sichern. Zum Einen liegen die Parkplätze recht dicht an der Küste, zum Anderen erspart man sich das "Rumkrackseln" in der Steilküste. Dafür dauert es auch ganz schön bis man endlich mal 2 - 3 m Wassertiefe erreicht hat. Der Grund ist sandig- lehmig und mit kleineren Gräben durchzogen. Der Grund ist mit Muscheln bewachsen, an einigen Stellen gibt es große Seegraswiesen. Die Familie kann auf alle Fälle mit und am Strand spielen oder sich in der Sonne aalen.

 

IV. Die Nordküste

Die Nordküste hat den großen Nachteil, dass sie mit Campingplätzen zugepflastert ist (Sorry - Ingo). Wer sich aber nicht scheut von einem etwas weiter entfernten Parkplatz sein Equipment ins Wasser zu tragen, der kann auch hier schöne Tauchgänge erleben. Nicht erlaubt ist das Tauchen natürlich in dem Naturschutzgebiet "Grüner Brink". Ich würde es auch keinem Raten dort Tauche zu gehen. Das Wasser ist dort sehr Flach und meist von unzähligen Kitern bevölkert. Ansonsten empfehle ich das Gebiet zwischen Gammendorf und Altenteil zum Tauchen. Der Grund ist hier zu beginn meist sandig.

 

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